Reisewarnung für Schwangere

Schwangeren wird von Reisen in Länder Süd- und Mittelamerikas abgeraten. Grund hierfür ist die Ausbreitung des Zika-Virus, das vermutlich für schwere Hirn- und Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen verantwortlich ist.

Das Zika-Virus wird durch die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung kann auch durch Sexualkontakte und Bluttransfusionen erfolgen. Eine Infektion verursacht nur milde Symptome wie leichtes Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen und Bindehautentzündung. Es gilt mittlerweile als gesichert, dass eine Infektion mit dem Zikavirus in der Schwangerschaft beim Ungeborenen zu Fehlbildungen des Gehirns (Mikrozephalie) führen kann. Vermutlich ist eine Infektion im ersten Schwangerschaftsdrittel am gefährlichsten.

Aktuell breitet sich das Virus in über 50 Ländern Mittel- und Südamerikas aus. Darüber hinaus kommen Zika-Infektionen auch in Florida, im tropischen Afrika, Asien und den pazifischen Inseln vor. Das Auswärtige Amt und die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin (DTG) empfehlen Schwangeren und Frauen, die eine Schwangerschaft planen, von Reisen in Zikavirus-Ausbruchsgebiete abzusehen. Bei unumgänglichen Reisen ist auf konsequenten Mückenschutz zu achten (langärmlige Kleidung, Repellentien, Moskitonetze). Frauen mit Kinderwunsch sollten nach der Rückkehr eine Konzeption 8 Wochen lang vermeiden. Wenn der Partner aus einer Ausbruchsregion zurückgekehrt ist, sollte mindestens 28 Tage auf konsequente Verhütung geachtet werden sofern er symptomfrei bleibt bzw. 6 Monate nach einer überstandenen Infektion.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Robert Koch Institutes