Mammographie Screening: Hingehen oder nicht?

Jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren erhält alle zwei Jahre eine Einladung zum Mammographie-Screening -Programm. Die Kritik an diesem Programm hat viele Frauen erheblich verunsichert. Dabei ist das Mammographie-Screening nach den derzeitigen Daten eine sinnvolle Maßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs. 

Seit der Einführung des Screening Pogramms 2005 bis 2009 wird über Nutzen und Schaden des Mammografie-Screenings diskutiert. 

 

 

Der Nutzen des Screenings wird damit angegeben, wie viele Frauen weniger versterben, wenn sie regelmäßig am Mammographie-Screening teilnehmen. Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) geht davon aus, dass 1 bis 2 von 1000 Frauen, die über 10 Jahre lang zum Mammografie Screening gehen, vor einem Tod durch Brustkrebs bewahrt werden.

 

Der Schaden des Screenings besteht in einer sogenannten Überdiagnose. Das bedeutet es werden auffällige Befunde entdeckt (Krebsvorstufen oder Brustkrebs), die ohne Früherkennung zu Lebzeiten der Frau nicht aufgefallen wären. Dies betrifft 5 bis 7 von 1000 Frauen über 10 Jahre. Überdiagnosen kommen bei jeder Krebsfrüherkennung vor und lassen sich nicht vermeiden.

Ob Sie am Mammographie-Screening teilnehmen möchten oder nicht, entscheiden Sie selbst. Allerdings ist das Mammografie Screening zwischen 50 und 69 Jahren die einzig wirksame Methode zur Brustkrebsfrüherkennung.

 

Damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können, sind sachliche Informationen über die Vor- und Nachteile des Screenings nötig. Die neue überarbeitete  Informationsbroschüre des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA) soll Sie dabei unterstützen.